Die siebenSONGS 13 beginnen mit einer echten Nummer 1, zumindest heißt das Stück der Band Julie Ocean aus Washington so. Aber auch der Rest kann sich hören lassen: Verschmustes aus Idaho (The Very Most), geradezu Klassisches aus Chicago (Joe Pug) und Dramatisches aus Texas (Shearwater). Der Brite Rob Dickinson (Catherine Wheel) sorgt für den “großen Popsong” im Set, Vetiver aus San Francisco fürs Rustikale und The Submarines aus LA schließlich für eine knallbunten Abschluß. Frühling!
Die mehrtägige Pause in diesem Blog beenden wir am besten mit Musik, am allerbesten mit Ausgabe 12 der siebenSONGS. Beschwingt geht’s los mit Beau Jennings, Brendan Canning (Broken Social Scene-Connection) steuert ‘nen mittelschweren Hit bei, schrägen Barblues mit super Bläsern liefern die Black Diamond Heavies, Dawn Landes - die einzige Frau im Bunde - sucht nach ihrem Bodyguard, außerdem gibts verstörend-schöne Musik von Nick Jaina und einen netten Popsong von Sleepercar. Und am Schluß gröhlen wir alle gemeinsam mit den Bitter Tears: I was murdered in the bar, that’s why I didn’t come home last night… Alles bestens, also.
Schrammelrock von den Wombats, French Kicks aus NYC, Pathospop von Akron/Family, der unverkennbare Mark Lanegan und sein Gutter Twin, dazu Speck Mountain aus Chicago, wie sie Stockholm besingen, Manu Chao, der nen Remix für lau raushaut und schließlich ein Klassiker von Nina Simone - viel Spaß mit den siebenSONGS Nummer 11.
Eine Spezialausgabe der siebenSONGS anläßlich der Veröffentlichung der Musik-Doku “Wetlands Preserved”. Sieben Acts, deren Karrieren untrennbar mit dem 2001 geschlossenen New Yorker Underground-Club und Aktivisten-Zentrum Wetlands Preserve verbunden sind. Diese Zusammenstellung ist absolut nicht vollständig oder repräsentativ, zeigt aber, welche künstlerische Bandbreite das Wetlands zu bieten hatte: die mitunter reichlich wüsten Jams von moe. etwa (Don’t Fuck With Flo), die Hausbands der frühen Wetlands-Jahre, Spin Doctors und Blues Traveler, der damals noch völlig unbekannte Waliser David Gray zu Gast in New York City, die frisch gegründeten Guster bei einer ihrer ersten größeren Shows, die gnadenlos vor sich hin funkenden Deep Banana Blackout und die wunderbar verpeilten Disco Biscuits - alles Aufnahmen aus dem Wetlands Preserve, dem mit der neuen DVD zu Recht ein Denkmal gesetzt wurde.
Der Fastschonglamrock der Swedes aus Brooklyn trifft auf schöne Flageolett-Töne von The Boy Bathing, die San Francisco-Indie-Lieblinge von The Downfalls steuern einen Song bei, von Bobby & Blum gibts eine wunderbare Folkpop-Miniatur, die Kooks mal akustisch mit einer gelungenen Nummer, MC Chris, der Eminem der Herzen, mag die Zeit anhalten und dazwischen hört ihr noch eine reichlich schräge Cello-Version des Britney Spears-Klassikers “Toxic“: viel Spaß mit Ausgabe 10 der siebenSONGS!