Heute verschenke ich mal was: und zwar eine kleine EP namens „Stundevorwärts“. Das ist ein Sammlung mit fünf Solo-Demoaufnahmen aus den letzten sieben Jahren. Nichts Weltbewegendes – einfach fünf Lieder, die mir ans Herz gewachsen sind und die bisher kein richtiges Zuhause hatten. Im Herbst kommt die neue Studio-CD meiner Band 2zueins!, und die wird dann richtig laut, bunt, hat verzerrte Gitarren, Schweineorgeln, Chöre, Blockflöten und sonstwas. Für die Zeit bis dahin gibt’s für den geneigten Hörer / Leser diese fünf low-budget-, low-fi-, low-wienursonstwas-Aufnahmen von „Stundevorwärts“. Unten als Kostprobe zwei Songs von „Stundevorwärts“, und hier der Link zur gesamten EP mit allen fünf Songs, Artwork und Linernotes.
Seit ein paar Stunden verschenkt die Dave Matthews Band ihre neue Single „Funny The Way It Is“. Der Song ist der erste Vorbote zu „Big Whiskey And The GrooGrux King“, dem neuen Album der Band, das Anfang Juni erscheinen wird. In den Foren wird natürlich bereits heftig diskutiert, ich selbst hab mir den Song jetzt ca. zehn Mal angehört. Die Kurve ging etwa so: verwirrt – begeistert – doch ein wenig enttäuscht – ach nee doch nicht – angetan – sehr angetan. Mir gefällt die Hook, ich finde die Bridge etwas sperrig, ich vermisse Bläsersätze (Absicht? Wegen LeRois Tod?), mag dafür Tim Reynolds Gitarrenarbeit und den Text sehr. Eine durchweg US-radiotaugliche Single, in jedem Falle das beste DMB-Single-Material seit vielen Jahren und ein guter Grund, sich auf das neue Album zu freuen.
Den Song kann man gegen Eingabe seiner eMail-Adresse hier runterladen – was ich hiermit ausdrücklich empfehle.
Vieles deutet darauf hin, dass 2009 tatsächlich das Jahr des Howie Day-Comebacks werden könnte: eine neue Tour, die Ankündigung, nun endlich mal das neue Album rauszubringen und die Tatsache, dass das letzte Album satte sechs Jahre auf dem Buckel hat und sich partout nicht zum zehnten Mal re-releasen lässt, zum Beispiel. Heute kam nun die Ankündigung, dass Epic (bin ja erstaunt, dass der nach all den Jahren immer noch beim gleichen Label ist) am 14. Februar (Valentinstag) einen Song namens „Counting On Me“ von der neuen Howie Day-Platte verschenkt. Man muss sich halt nur vorher in Days Mailingliste einschreiben, dann kriegt man in einer Woche den Song. Bin gespannt – wer mag, kann sich hier registrieren.
- „Ich liebe die Idee, dass Radio sich Zeit lassen kann. Und dass es ein flüchtiges Medium ist: Kaum ist das Wort über den Sender gegangen, ist es auch schon weg.“Die Zeit interviewt Radio-Mann Fritz Ostermayer
- Also, ich mochte Are You Gonna Go My Way ja sehr…
Was nix kostet ist nix wert? Diesen Spruch finde ich ja eh seltsam, und hier kommt mal wieder ein schöner Gegenbeweis. Jason Anderson aus New Hampshire verschenkt eine ganze EP („On The Street“) . Nicht vom eigenartigen Live-Intro abschrecken lassen; nach einer Minute kommen dann sieben Studioaufnahmen, die recht naturbelassen und direkt klingen. So sind „On The Street“ und „Omaha“ prägnante, rotzige Rocksongs, die Drums scheppern bisweilen etwas vordergründig, aber insgesamt ist die EP ganz schick und legt Todd Thibaud- und Bruce Springsteen-Assoziationen nahe. Ein Highlight ist „This Will Never Be Our Town“, weil es noch mal einen Zacken räudiger und aggressiver daherkommt als der gute Rest. Runterladen und selber hören: kost’ nix, tut nicht weh, klingt gut.
Auch so eine Band, die ich nie und nimmer ohne das Internet kennengelernt hätte. Die Fakten: vierköpfige Band aus Brooklyn, bei „All Hour Cymbals“ handelt es sich um das im Oktober veröffentlichte Debütalbum, die Musik wird von der Kritik in etwa als Pop mit Ethno-Anleihen oder World Music im Indierock-Kostüm bezeichnet. Bloß, weil hier und da ein paar afrikanisch anmutende Gitarren und Gesänge zu ahnen sind, würde ich sie jedoch nicht unbedingt in eine Reihe mit Vampire Weekend stellen, um wegen dieser beiden Bands gleich einen Afro-Trend in der Rockmusik auszurufen. Während letztere nämlich dezidiert songorientierten Rock machen und sich dabei gerne mal paulsimonpetergabrielesker Elemente bedienen, vernehme ich bei den Yeasayer einen eher flächig-atmosphärischen Ansatz, der auf den Gesamteindruck abzielt und weniger auf das einzelne Stück. Ja, tatsächlich ist die Musik gerade anfänglich recht einnehmend, ich fühlte mich beim ersten Hören regelrecht von ihr „umhüllt“ (ein besseres Wort will mir gerade nicht einfallen). Zum Ende hin ist mir das Album dann allerdings zu monoton, die 46 Minuten Spielzeit wirken länger, weil der Effekt des „Fremden“, „Geheimnisvollen“ spätestens ab dem sechsten, siebenten Lied verpufft. Insgesamt ist „All Hour Cymbals“ ein angenehmer musikalischer Begleiter für jene Gemütslagen, in denen man sich auch ganz gerne Sachen von Beirut, Joseph Arthur oder Manu Chao anhört.